Aktuelles

Kooperation von Frauen & Geschichte und der Initiative "Frauenwege im Almenhof"

Den Bemühungen der Initiative „Frauenwege im Almenhof“ (Mannheim) ist es zu verdanken, dass der östliche Teil des 48er-Platzes im Mannheimer Stadtteil Almenhof im Jahr 2021 nach Lisette Hatzfeld benannt wurde. Sie hatte sich am 26. April 1848 aktiv an den Kämpfen an der Rheinbrücke nach Ludwigshafen beteiligt. Dadurch konnte die „Tradition“ durchbrochen werden, dass die Straßen des Stadtteils ausschließlich männliche Protagonisten der 1848er-Revolution – die sich 2023 zum 175. Mal jährt – würdigen. Die Initiative will die Bedeutung des Platzes und damit die Bedeutung von Frauen an der 1848er-Revolution dadurch hervorheben, dass auf die den Platz umrahmenden Bunker ein Mural angebracht wird. Neben Fördermitteln der Stadt Mannheim soll das Projekt über Spenden finanziert werden. Diese können auf das Konto von Frauen & Geschichte Baden-Württemberg, Stichwort „Lisette Hatzfeld“, überwiesen werden.
08.03.22

Tagung "Umkämpfte Erinnerungen im deutschen Südwesten" am 6./7. Mai 2022 in Stuttgart

Privates und öffentliches Gedenken, Erinnerungskultur(en) und Erinnerungspolitik(en) beschäftigen die Geschichtswissenschaft und die Öffentlichkeit seit mehreren Jahrzehnten. Ging es erst darum, der Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus öffentlichen Raum zu schaffen, so richtete sich bald der Blick auf die identitätsstiftende Wirkung nationaler/regionaler/lokaler Erinnerungskulturen. In Deutschland treffen derzeit Auseinandersetzungen um das Erinnern an die Kolonialgeschichte auf eine Erinnerungskultur, in der der scheinbar selbstverständliche Platz des Erinnern und Gedenkens an den Holocaust von den rechten Rändern der Gesellschaft her wieder in Frage gestellt wird. Der Befund verweist auf die umkämpfte Funktion des Erinnerns und Vergessens im jeweils aktuellen Moment der gesellschaftlichen Entwicklung. Erstaunlich gering ist der Stellenwert von Gender in den Debatten rund um Erinnerung, Gedenken und Erinnerungskultur. Frauen & Geschichte setzt sich schon seit vielen Jahrzehnten dafür ein, die Erinnerung an Frauen im öffentlichen Raum zu verankern und Gender-Themen in die entsprechenden Debatten einzubringen. Unser Projekt „Denk-Tage“ macht auf vergessene Frauen aufmerksam. Wir mischen uns ein in die Debatten um die (Um-)Benennung von Straßennamen und sind Partnerin der Tagung „Umkämpfte Erinnerungen“ im deutschen Südwesten, die die Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg am 6./7. Mai 2022 in der Landesbibliothek Stuttgart veranstaltet.
08.02.22

Tagungsbericht erschienen: Partizipationsräume von Frauen in Geschichte und Gegenwart

Der Tagungsbericht zur Tagung "Partizipationsräume von Frauen in Gescichte und Gegenwart ist erschienen. Er kann hier nachgelesen werden.
06.02.22

Neues Projekt bei Frauen & Geschichte: Wiki-Girls ─ Geschichte(n) schreiben

Wiki-Girls ist ein Projekt des Gleichstellungsaktionsplans (GAPinMA) der Stadt Mannheim 2019 – 2023. Ein Wirkungsfeld des GAPinMA zielt auf die Stärkung digitaler Skills junger Mädchen und Frauen in der Berufsfindungsphase. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass Mädchen vor allem dann Neugier auf digitale Skills entwickeln, wenn sie Spaß an der Beschäftigung mit Inhalten haben, die sie interessieren und digitale Skills „ganz nebenbei“ entwickelt werden.
Aus diesen Überlegungen heraus hat der Verein Frauen & Geschichte Baden-Württemberg e.V. mit seinen Kooperationspartner:innen (Abendakademie, Forschungsstelle Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten, LpB, MARCHIVUM, Rhein-Neckar-Industriekultur e.V.) das Programm Wiki-Girls Geschichte(n) schreiben entwickelt.

Der Kurs findet in der Abendakademie Mannheim und im MARCHIVUM in den Osterferien 2022 statt. Er ist kostenfrei. Der Flyer mit allen Informationen finden Sie hier zum Download.

19.01.22

Neues Format bei Frauen & Geschichte: Werkstattgespräche online

Unser neues Format „Werkstattgespräche“ bietet die Möglichkeit online Projekte vorzustellen und zu diskutieren.

 

19.01.22

Leseempfehlung: Blog zu Lesbische Lebenswelten im deutschen Südwesten

„Alleinstehende Frauen“, „Freundinnen“, „Frauenliebende Frauen“ – Lesbische Lebenswelten im deutschen Südwesten (ca. 1920er-1960er Jahre) ein Forschungsprojekt an den Universitäten Freiburg und Heidelberg zur Geschichte frauenliebender Frauen. Im Blog berichtet das Forschungsprojekt in regelmäßigen Abständen mit kurze Artikeln über erste Ergebnisse und Überlegungen. Reinlesen lohnt sich. https://lesbenwelt.hypotheses.org/
25.09.21

Strategien der Partizipation in der alten und neuen Frauenbewegung (Susanne Maurer)

Der Abendvortrag "Wir werden uns würdig erweisen" – "Wir haben die Schnauze voll"? Strategien der Partizipation in der alten und neuen Frauenbewegung von Prof. Dr. Susanne Maurer (Marburg) am 24. Juli 2021 in Stuttgart-Hohenheim im Rahmen unserer Tagung Partizipationsräume von Frauen in Geschichte und Gegenwart kann auf youtube nachgeschaut werden: https://www.youtube.com/watch?v=ReCGxqQVjjM&t=2s
21.09.21

Tagung "Partizipationsräume von Frauen in Geschichte und Gegenwart", 23. bis 25. Juli 2021

„Man kommt sich auf dem Gebiet der Frauenfrage immer wie ein Wiederkäuer vor. Das liegt an der Taktik der Gegner.“ (Hedwig Dohm 1896) Seit sich im 19. Jahrhundert aus kleinen Anfängen eine machtvolle Frauenbewegung entwickelte, kämpfen die Frauenrechtlerinnen immer wieder um gleichberechtigte Teilhabe, im Bildungssektor, in Berufsfragen und schließlich in der Politik. Die Fortschritte lassen sich sehen, doch der Weg war höchst mühsam. Vieles ist noch nicht erreicht. Heute verdienen Frauen immer noch rund 18 Prozent weniger als Männer. Die Altersarmut ist weiblich. Neue GegnerInnen der Partizipation von Frauen beschweren sich über den „Genderismus“. Gleichzeitig lässt sich fragen, ob hinter den modernen Diversity-Ansätzen feministische Gleichstellungspolitik schon wieder ins Hintertreffen gerät. Keine Errungenschaft scheint dauerhaft gesichert. Zeigt dies nicht die noch immer niedrige, zum Teil sogar rückläufige Zahl weiblicher Abgeordneter in den Parlamenten? Diese und ähnliche Fragen in Geschichte und Gegenwart sind Gegenstand der Tagung, die der Fachbereich Geschichte der Akademie, die Landeszentrale für politische Bildung und der Verein Frauen & Geschichte Baden-Württemberg gemeinsam veranstalten. Zu den Teilnahmebedingungen beachten Sie bitte das Programm (pdf).Anmeldefrist: 6.7.2021
19.04.21

Twitteraccount F&G

Frauen & Geschichte verfügt nun über einen Twitter-Account:

https://twitter.com/FuG_BaWue

08.03.21

100 Jahre Frauenwahlrecht im deutschen Südwesten. Eine Bilanz.

Im Anschluss an die vielfältigen Aktivitäten in Baden-Württemberg anlässlich von 100 Jahren Frauenwahlrecht, getragen u.a. von Frauen & Geschichte, dokumentiert nun eine Publikation die Partizipation von Frauen in der Politik des Landes seit Erreichen des Frauenwahlrechts (Veröffentlichungen der Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Reihe B; € 28,00).
02.12.20