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Tagungsbericht "Streit unter Schwestern" – Feministische Konflikte, Debatten und Lösungen von 1800 bis heute "
Welchen Mehrwert haben Streit und das Nachdenken über Streit in feministischen Bewegungen? Unter diese Leitfrage stellten die Veranstalterinnen in Kooperation mit der Landezentrale für politische Bildung Baden-Württemberg die Tagung „Streit unter ‚Schwestern‘“ – Feministische Konflikte, Debatten und Lösungen von 1800 bis heute. Mit der dreitägigen Konferenz beging der Verein von Frauen & Geschichte Baden-Württemberg e.V. im Haus auf der Alb in Bad Urach zugleich sein 30jähriges Jubiläum.
Der Tagungsbericht von Benita Baum, Historisches Institut, Universität Mannheim kann unter https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-151452 weitergelsen werden.
Umkämpfte Erinnerungen im deutschen Südwesten
Das Thema Erinnerung hat in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte Konjunktur. Im vorliegenden Band nähern sich die Autorinnen und Autoren dem Phänomen in fünf thematischen Schwerpunkten an: Es wird der Bogen gespannt von Erinnerungskämpfen in der Frühen Neuzeit, über das lange 19. Jahrhundert, die Erinnerung an den Nationalsozialismus sowie die Deutungshoheit des Erinnerns im musealen und kommunalen Raum bis hin zur aktuellen Debatte um die Erinnerung an die Kolonial- und Migrationsgeschichte.
Die Beiträge machen das Potential des historischen Zugriffs im regionalen Kontext sichtbar. Zugleich verweisen sie auf die Wirkmächtigkeit und Beständigkeit einmal eingeprägter Erinnerung. Ebenso wird darauf aufmerksam gemacht, dass stets die jeweils herrschenden territorial-staatlichen, herrschaftlich-politischen und konfessionell-kulturellen Bedingungen in die Analysen einbezogen werden müssen. Dieser Band gibt einen aktuellen Überblick über den Stand der Forschung zur Erinnerungskultur und den Erinnerungskämpfen im deutschen Südwesten.
Umkämpfte Erinnerungen im deutschen Südwesten, Senta Herkle, Sabine Holtz, Sylvia Schraut (Hgg.)
Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg Reihe B: Forschungen, Band Nr. 236, 28,-
Tagungsbericht erschienen: Umkämpfte Erinnerungen im deutschen Südwesten
Kooperation von Frauen & Geschichte und der Initiative "Frauenwege im Almenhof"
Tagung "Umkämpfte Erinnerungen im deutschen Südwesten" am 6./7. Mai 2022 in Stuttgart
Frauen & Geschichte Baden-Württemberg e.V.: Partizipation und Geschlecht
Seit Beginn der Frauenbewegung im 19. Jahrhundert, kämpfen Frauenrechtlerinnen um gleichberechtigte Teilhabe in Bildung, Beruf, Politik sowie in zivilgesellschaftlichen und internationalen Organisationen. Welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen trafen Frauen im 19. und 20. Jahrhundert an, welche Handlungsspielräume und -orte nutzten sie und welche Strategien entwickelten sie, um ihre Rechte zu erkämpfen? – Die versammelten Aufsätze beleuchten diese und weitere Fragen. Zudem wird die Frage gestellt, wo wir heute stehen, wie Errungenschaften gesichert und feministische Gleichstellungspolitik, der es nach wie vor bedarf, vorangetrieben werden kann.
Tagungsband „Partizipation und Geschlecht“ Handlungsspielräume von Frauen im 19. und 20. Jahrhundert
herausgegeben für Frauen & Geschichte Baden-Württemberg von Gabi Gumbel, Gabriele Pieri, Corinna Schneider, Prof. Dr. Sylvia Schraut, Helmer Verlag , Roßdorf, 2023, 328 Seiten, ISBN 978-3-89741-474-, 28,- Euro
100 Jahre Frauenwahlrecht - Feier im Landtag von Baden-Württemberg am 12. Janaur 2019
Der Landtag von Baden-Württemberg hat zusammen mit dem
Landesfrauenrat Baden-Württemberg und in Kooperation mit dem Verein
Frauen & Geschichte Baden-Württemberg e.V. am Samstag den 12. Januar zu
einem Festakt in den Landtag geladen. Vor genau 100 Jahren wählten die Frauen erstmals in Württemberg.
Mehr als 500 Frauen begrüßte die Landtagspräsidentin Muhterem Aras MdL,
die darauf hinwies, dass trotz formaler Gleichberechtigung durch das
Grundgesetz Frauen in gesellschaftlichen Führungspositionen in Politik,
Wissenschaft und Wirtschaft nach wie vor unterrepräsentiert sind.
Als zweites sprach Charlotte Schneidewind-Hartnagel, die Erste Vorsitzende des
Landesfrauenrates Baden-Württemberg, zum Frauenauditorium. "Ohne Geschlechtergerechtigkeit bleibt die Demokratie unvollendet. Gleichberechtigung aller Geschlechter, soziale Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit und Selbstbestimmung - das sind die Grundvoraussetzungen einer freiheitlichen Gesellschaft. Denn Frauenrechte und Demokratie sind unteilbar miteinander verbunden.
Es folgte das Grußwort von Susanne Asche, der Zweiten Vorsitzenden des Vereins Frauen & Geschichte Baden-Württemberg: "Ein Tag wie heute im Baden-Württembergischen Landtag, an dem wir die politische Gleichberechtigung von vor 100 Jahren zum Anlass nehmen, über die Gegenwart und die Herausforderungen der Zukunft miteinander zu diskutieren und Forderungen zu formulieren, soll wie ein Statement und eine Übereinkunft sein: Frauenrechte sind Menschenrechte, Frauenwahlrecht ist die Pflicht zu wählen und die Ermutigung, sich wählen zu lassen."
Anschließend sprach die Richterin des Bundesverfassungsgerichtes Prof.in Dr.in Doris König und
Prof.in Dr.in Sylvia Schraut, Erste Vorsitzende des Vereins Frauen & Geschichte Baden-Württemberg e.V. zum Thema. Sylvia Schraut konnte dabei die Botschaft der Vorgängerinnen überbringen: "Schluß mit den Platzhirschen, kämpfen wir für ein neues Landtagswahlrecht."
Nach einer Kaffeepause hatten die 500 Besucher*innen im „Club der unmöglichen Fragen“ rund um die Themen Familienpolitik, Geschlecht und Arbeit, Repräsentanz von Frauen in der Politik, Männerwelten-Frauenwelten, Frauen sorgen – Männerverdienen mitzudiskutieren.
Das Abendprogramm gestalteten Studierende der Hochschule der Medien mit
einer CONMEDIA (content in media) und präsentierten wirkungsvoll vor 700
Gästen ihre Umsetzung des Themas 100 Jahre Frauenwahlrecht.
Neues Projekt von Frauen & Geschichte: Wiki-Women. Geschichte(n) schreiben
Filmtipp: Weimar und die 37 Frauen
Neues Projekt bei Frauen & Geschichte: Wiki-Girls ─ Geschichte(n) schreiben
Wiki-Girls ist ein Projekt des Gleichstellungsaktionsplans (GAPinMA) der Stadt Mannheim 2019 – 2023. Ein Wirkungsfeld des GAPinMA zielt auf die Stärkung digitaler Skills junger Mädchen und Frauen in der Berufsfindungsphase. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass Mädchen vor allem dann Neugier auf digitale Skills entwickeln, wenn sie Spaß an der Beschäftigung mit Inhalten haben, die sie interessieren und digitale Skills „ganz nebenbei“ entwickelt werden.
Aus diesen Überlegungen heraus hat der Verein Frauen & Geschichte Baden-Württemberg e.V. mit seinen Kooperationspartner:innen (Abendakademie, Forschungsstelle Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten, LpB, MARCHIVUM, Rhein-Neckar-Industriekultur e.V.) das Programm Wiki-Girls Geschichte(n) schreiben entwickelt.
Coronabedingt konnte der Kurs in den Osterferien 2022 in der Abendakademie Mannheim und im MARCHIVUM nicht stattfinden. Inzwischen konnte das Projekt im Rahmen der Projektwoche mit einer Mannheimer Schule vom 18. bis 22 Juli 2022 durchgeführt werden. In einem Werkstattgespräch werden wir im Herbst über die Durchführung und die Ergebnisse berichten. Informationen zur Projektidee finden Sie im Flyer hier zum Download, die Zeiten sind nicht mehr aktuell.
Mural am Lisette-Hatzfeld-Platz in Mannheim - erfolgreiche Kooperation von Frauen & Geschichte und der Initiative "Frauenwege im Almenhof"
Den Bemühungen der Initiative „Frauenwege im Almenhof“ (Mannheim) ist es zu verdanken, dass der östliche Teil des 48er-Platzes im Mannheimer Stadtteil Almenhof im Jahr 2021 nach Lisette Hatzfeld benannt wurde. Sie hatte sich am 26. April 1848 aktiv an den Kämpfen an der Rheinbrücke nach Ludwigshafen beteiligt. Damit wurde nach 100-jährigem Bestehen des Stadtteils endlich auf die Bedeutung von Frauen in der 1848er-Revolution verwiesen.
Seit Ende Mai 2022 zieren nun Murals die Stirnseiten der den Platz umrahmenden Bunker. Auf der Einweihungsfeier der vom Duo Sourati gestalteten Wandgemälde waren mehr als 100 Personen anwesend. Schon zuvor hatten zahlreiche Anwohner:innen ihre Begeisterung über das Wandgemälde und die damit verbundene Aufwertung des Platzes ausgedrückt.
Auf der Einweihungsfeier selbst würdigten die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mannheim Zahra Deilami und die Bürgermeisterin Diana Pretzell das Projekt.
Einen Bericht des Mannheimer Morgen zum Beginn der Arbeiten am Mural finden Sie hier:
100 Jahre Frauenwahlrecht im deutschen Südwesten. Eine Bilanz.
Tagung Partizipationsräume von Frauen in Geschichte und Gegenwart
Seit den Anfängen der Frauenbewegung kämpfen Frauenrechtlerinnen um gleichberechtigte Teilhabe an der Bildung, am Berufsleben und an der Politik. Keine der Errungenschaften scheint aber dauerhaft gesichert. Zeigt dies nicht die rückläufige Anzahl weiblicher Abgeordneter in den Parlamenten? Solche und ähnliche Fragen in Gegenwart und Geschichte sind Gegenstand der Tagung. In Zusammenarbeit mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Tagungsbericht erschienen: Umkämpfte Erinnerungen im deutschen Südwesten
Frauen & Geschichte im Comité trinational vertreten
Mitgliederversammlung in Freiburg am 13. Juli 2019
Abschluss der Kampagne "100 Jahre Frauenwahlrecht - Frauen wählen, Frauen zählen"
Grußwort von Beate Dörr aus der Landeszentrale für politische Bildung:
"Anstelle eines klassischen Grußwortes möchte ich Sie in den folgenden Minuten in das Jubeljahr und die Kampagne „Frauen wählen, Frauen zählen“ mitnehmen. Sie sollen einen Eindruck bekommen von dem riesigen und bunten Mosaik, das engagierte Bürgerinnen (und einige Bürger) im letzten und diesem Jahr im Land geschaffen haben. Facetten nur, denn eine echte Bilanz würde dauern…."
Tagungsbericht erschienen: Partizipationsräume von Frauen in Geschichte und Gegenwart
Frauen & Geschichte im Vorstand des Landesfrauenrates Baden-Württemberg
CfP: Weibliche Partizipationsräume in Geschichte und Gegenwart
Protest gegen die Gegen die Einstellung des Magazins "Momente"
Neues Format bei Frauen & Geschichte: Werkstattgespräche online
Unser neues Format „Werkstattgespräche“ bietet die Möglichkeit online Projekte vorzustellen und zu diskutieren.
Tagung "Partizipationsräume von Frauen in Geschichte und Gegenwart", 23. bis 25. Juli 2021
Leseempfehlung: Blog zu Lesbische Lebenswelten im deutschen Südwesten
„Alleinstehende Frauen“, „Freundinnen“, „Frauenliebende Frauen“ – Lesbische Lebenswelten im deutschen Südwesten (ca. 1920er-1960er Jahre) ein Forschungsprojekt an den Universitäten Freiburg und Heidelberg zur Geschichte frauenliebender Frauen. Im Blog berichtet das Forschungsprojekt in regelmäßigen Abständen mit kurze Artikeln über erste Ergebnisse und Überlegungen. Reinlesen lohnt sich. https://lesbenwelt.hypotheses.org/
März 2024: Ergebnisse des Anforschungsprojektes „Alleinstehende Frauen“, „Freundinnen“, „Frauenliebende Frauen“ – Lesbische Lebenswelten im deutschen Südwesten (ca. 1920er-1960er Jahre) sind in einem Booklet als open acess erschienen. Hier gehts zum Link: Booklet
Referentinnen zum Thema "Frauenwahlrecht"
Sie suchen Referentinnen zum Thema "Frauenwahlrecht"? Hier finden Sie Vortragsangebote von in Frauen & Geschichte engagierten Historikerinnen rund um dieses Thema.
Twitteraccount F&G
Frauen & Geschichte verfügt nun über einen Twitter-Account:
https://twitter.com/FuG_BaWue
Strategien der Partizipation in der alten und neuen Frauenbewegung (Susanne Maurer)
Geschlechtergeschichte in Baden-Württemberg
Sylvia Schraut: Frau und Mann, Mann und Frau.
Eine Geschlechtergeschichte des deutschen Südwestens 1789-1980,
Stuttgart 2015
Das Buch ist als Band 44 der Landeskundlichen Reihe der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg erschienen und kann über die LpB bezogen werden.
Kampagne 100 Jahre Frauenwahlrecht in Baden-Württemberg gestartet
Die Homepage 100 Jahre Frauenwahlrecht in Baden-Württemberg ist online. Unter www.frauenwahlrecht-bw.de finden sich Hinweise auf landesweit stattfinden Aktionen zum Jubiläum. Die Website klärt über historische Ereignisse und aktuelle Repräsentation von Frauen in politischen Gremien in Baden-Württemberg auf und stellt Zeitzeuginnen, die ersten Kommunalpolitikerinnen, Gewerkschafterinnen und (gesellschafts-)politisch aktiven Migrantinnen vor.
Der Verein Frauen & Geschichte war neben der Landeszentrale für politische Bildung, dem Ministerium für Soziales und Integration und dem Landesfrauenrat im Lenkungskreis der Kampagne maßgeblich bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Website beteiligt.


