Denk-Tage im Februar

02. Februar: Emy Gordon (1841–1909)
Katholische Frauenrechtlerin

Am 2. Februar 1909 starb die katholische Frauenrechtlerin Emy Gordon. Sie war Mitbegründerin des Katholischen Frauenbundes, sprach als erste Frau auf einem Katholikentag und setzte sich für eine bessere Ausbildung der Erzieherinnen ein. Sie lebte unverheiratet mit einem Mann zusammen, mit dem sie vier Kinder hatte.

15. Februar: Gertrud Schenk von Castell (1636–1709)
Äbtissin des Klosters Urspring 1664–1707

44 Jahre lang war Maria Gertrud Schenk von Castell Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Urspring bei Schelklingen. Unter ihrer Leitung blühte das Kloster auf. Ein Jahr, nachdem sie sich aus ihrem Amt zurückgezogen hatte, starb sie am 15. Februar 1709.

21. Februar: Kunigunde Fischer (1882–1967)
Sozialdemokratin, Frauenrechtlerin und Kommunal- und Landespolitikerin

Am 21. Februar 1967 starb Kunigunde Fischer, die damals einzige Frau mit Ehrenbürgerinnenwürde der Stadt Karlsruhe. Sie wirkte schon Jahre vor dem 1. Weltkrieg in der Armenfürsorge der Stadt Karlsruhe mit und wurde 1919 nach Erlangung des Wahlrechts für Frauen für die SPD in die Stadtverordneten-versammlung, in den Stadtrat und in den badischen Landtag gewählt. Nach dem Ende der Nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ließ sie sich erneut in den Gemeinderat wählen, dem sie von 1946 bis 1959 angehörte.

27. Februar: Elisabeth Hartnagel, geb. Scholl (1920–2020)
Schwester von Sophie und Hans Scholl

Elisabeth Hartnagel geb. Scholl wurde am 27. Februar 1920 als mittleres Kind der ursprünglich sechs Geschwister des Ehepaars Robert Scholl (1891–1973) und Magdalena (Lina) Scholl, geb. Müller (1881–1958) in Forchtenberg am Kocher geboren. Einen Tag nach ihrem 100. Geburtstag am 28. Februar 2020 ist die Friedensfrau in Stuttgart gestorben.

28. Februar: Johanna Kappes (1879–1933)
Sie war die Erste: Beginn des „ordentlichen“ Frauenstudiums in Deutschland am 28. Februar 1900

Als Johanna Kappes in Freiburg die entscheidende Petition für ihre Zulassung als gleichberechtigte Studentin verfasste, ging sie ein hohes Risiko ein. Doch sie wurde nicht von der Universität verbannt, sondern konnte ihr Medizinstudium mit Erfolg abschließen und über viele Jahre in Nürnberg als niedergelassene Ärztin wirken.