Denk-Tage im Oktober

02. Oktober: Amalie Struve (1824–1862)
Eine Badische Freiheitskämpferin

Amalie Struve kämpfte in ihrem kurzen Leben an mehreren Fronten: An der Seite ihres Mannes Gustav Struve focht sie für die Ideale der Revolution von 1848. Mit ihrer schriftstellerischen Tätigkeit in Deutschland und Amerika trat sie für Gleichberechtigung und eine gute Frauenbildung ein.

07. Oktober: Euphemia Dorer (1667-1752)
Ursuline, Mädchenschule in Freiburg

Die Schweizerin Euphemia Dorer hat tiefe Spuren in der Bildungsgeschichte der Stadt Freiburg im Breisgau hinterlassen. Bis heute wird die charismatische Nonne und zupackende „Macherin“ mit den Anfängen der Mädchenbildung in der Stadt verbunden.

21. Oktober: Elisabeth Altmann-Gottheiner (1874–1930)
Erste Hochschuldozentin, Frauenrechtlerin

Elisabeth Altmann Gottheiner (1874-1930) war die erste Hochschuldozentin in Deutschland. Zusammen mit Alice Bensheimer bildete sie die kontinuierliche Kraft im Bund Deutscher Frauenvereine (BDF), dem Dachverband, der den frühen Aktivistinnen der Frauenbewegung ein kollektives Selbstbewusstsein und Solidaritätsgefühl vermittelte.

21. Oktober: Eugenie von Soden (1858–1930)
Stuttgarter Frauenrechtlerin

Zeit ihres Lebens setzte sich Eugenie von Soden für bessere Bildungsmöglichkeiten für Frauen und für ihre Beteiligung am politischen Prozess ein. Sie wurde am 21. Oktober 1958 in Esslingen geboren.

22. Oktober: Pauline Maier (1877–1942)
Die Oberin des jüdischen Krankenhauses in Mannheim geht freiwillig mit nach Gurs

Als am 22. Oktober 1940 alle badischen und pfälzischen Juden und Jüdinnen nach Gurs deportiert wurden, traf diese Maßnahme auch das jüdische Altenheim und Krankenhaus in Mannheim. Der Oberin Pauline Maier wurde angeboten, diejenigen, die transportunfähig waren und deshalb zurückbleiben durften, weiter zu betreuen. Doch sie entschied sich, das Schicksal der Deportation mit der Mehrheit ihrer bisherigen Schutzbefohlenen und den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde Mannheim zu teilen.