Denk-Tage im Januar

01. Januar: Jenny Heymann (1890–1996)
Ihr Lebensinhalt war die Idee der Versöhnung gegensätzlicher Welten und Glaubensvorstellungen

Am 1.Januar 1947 kehrte die 56-jährige Stuttgarter Jüdin aus der Londoner Emigration nach Stuttgart zurück und hier begann die mutige warmherzige Lehrerin trotz ihrer erlittenen Verfolgung und Vertreibung eine dritte Lebensphase, die sie vor allem auch der Versöhnung widmete.

02. Januar: Käthe Vordtriede (1891–1964)
Journalistin und Sozialistin

Die Freiburgerin Käthe Vordtriede vereinigte sämtliche „Eigenschaften“, die bei den Nazis als verwerflich galten – sie war Jüdin, Sozialistin und Journalistin, intelligent und selbstbewusst. Dass sie ohne Mann lebte und ihre beiden Kinder allein erzog, vervollständigte in den Augen der braunen Kleingeister das Szenario der Widerwärtigkeiten.

14. Januar: Ida Dehmel (1870–1942)
Eine süddeutsche Hamburgerin

Was hatte die Begründerin der GEDOK (Gemeinschaft deutsch-oesterreichischer Künstlerinnen und Kunstfreundinnen) mit Mannheim zu tun, dass ihr die Stadt einen Ida-Dehmel-Ring widmete?

15. Januar: Dr. Maria Plum (1894 – 1962)
Von der unerwünschten Jurastudentin zur ersten Ehrensenatorin der Universität Freiburg

Am 15. Januar 1928 eröffnete Dr. Maria Plum als erste Frau in Freiburg eine eigene Rechtsanwaltskanzlei. Während der Zeit des Nationalsozialismus half sie verfolgten Menschen und engagierte sich auch nach Kriegsende für feministische Belange.

30. Januar: Elsi Ascher-Schütz (1895–1976)
Erste Gemeinderätin im Enzkreis

Nach der NS-Diktatur ohne Wahlmöglichkeit fanden am 30. Januar 1946 in Württemberg-Baden Kommunalwahlen statt, bei denen erstmals seit Einführung des Frauenwahlrechts 1919 auch in Mühlacker vier Frauen kandidierten. Elsi Ascher-Schütz wurde als einzige in den Gemeinderat gewählt.