Denk-Tage im März

08. März: Der erste Internationale Frauentag in Europa am 19. März 1911

Am 19. März 1911 fand in Europa erstmals der Internationale Frauentag statt, dessen Wurzeln in der amerikanischen Arbeiterbewegung lagen. Die Idee war, dass die Frauen selbst um ihre Rechte und um ihre gleichberechtigte Stellung in der Gesellschaft kämpfen sollten. Clara Zetkin (1857-1933), die seit 1890 in Stuttgart lebte, war die treibende Kraft für die Durchführung dieses ersten Internationalen Frauentags in Europa, der unter dem Motto „Heraus mit dem Frauenwahlrecht“ stand.

11. März: Amalie Kauffmann (1816–1869)
Kaufmannswitwe und Unternehmerin

Amalie Kauffmann kann mit Recht als eine der ersten Unternehmerinnen Mannheims bezeichnet werden. Sie selbst hat ihre wirtschaftliche Rolle eher heruntergespielt.

17 . März: Ella Gertrud Ehni, geb. Mayer (1875–1952)
Weltbürgerin, Demokratin, Vorkämpferin für Frauenrechte und Mädchenbildung

Die Weltbürgerin, Demokratin, Vorkämpferin für Frauenrechte und Mädchenbildung Ella Ehni hatte in den bildungs-, frauenpolitischen, kulturellen und sozialen Zusammenhängen Stuttgarts eine wachsam engagierte und zentrale Stellung.

18. März: Lisette Hatzfeld (1823 – unbekannt)
Mannheimer 1848erin – Vorbild oder „liederliche Frau“?

Wie über viele Revolutionsteilnehmerinnen, insbesondere solche aus unterbürgerlichen Schichten, ist auch über Lisette Hatzfeld nur wenig bekannt. Durch sorgfältige Recherchen eines Archivars vor dem 150. Revolutionsjubiläum 1998 konnte sie als „Vorbild“ für die auf vielen Illustrationen gezeigte Fahnenträgerin auf der Barrikade an der Schiffbrücke über den Rhein am 26. April 1848 identifiziert werden. Seit Mai 2021 ist im Mannheimer Stadtteil Almenhof ein kleiner Platz nach ihr benannt.

20. März: Alice Bensheimer (1864–1935)
Frauenrechtlerin und Lokalpatriotin

Über ein Vierteljahrhundert war Alice Bensheimer die Schriftführerin des Bundes Deutscher Frauenvereine (BDF). Vielen frauenbewegten Zeitgenossinnen galt sie als graue Eminenz des BDF. Die engagierte Netzwerkerin verband Frauenrechtlerinnen über alle parteipolitischen Grenzen und frauenpolitischen Lager hinweg. Wie viele Weggenossinnen geriet sie während des Nationalsozialismus ins gesellschaftliche Abseits. Am 20. März 1935 starb sie in ihrer Heimatstadt Mannheim.